Krakau und Hannover – 30. / 31.05.2015

Diesesmal hatte ich die Gitarre eigentlich nur dabei um zu üben. Ich wollte tatsächlich nicht auf der Straße spielen. Aber meine lieben Kollegen hingen mir im Ohr – Los – Du musst spielen. Bevor Du mir im Hotel den Schlaf raubst – übe lieber auf der Straße! Haha! Das war das beste Argument!

Also bin ich in Krakau ins Zentrum gegangen und habe mich mit einer Pizza vorgestärkt. Ich war alleine – und während meine Nervösität beim Kaffee stieg – steuerte doch tatsächlich ein Kollege auf mich zu und ab da wurde es Ernst. Ok ich hatte einen Zuhörer der meine Texte versteht! Er hat sich gefreut mich gefunden zu haben … naja ich dann auch! Denn das ist schon angenehmer jemanden zu haben dem man etwas vorsingen kann und der auch Fotos macht!

Wir haben eine schöne Stelle gefunden unter Arcaden vor einem Laden mit Ikonen.  

Ich sang also hier mit Ikonen im Rücken für den Kollegen und Leute gingen vorbei…schauten – blieben stehen – gaben etwas Geld in die seitlich ungeöffnete Gitarrentasche und lächelten.

Am besten war als ich ihm gerade erzählte dass ich jetzt gleich meinen brandneuen Song „New York“ singen werde und ihm von der Geschichte dazu erzählte, kamen zwei Damen direkt auf mich zu und fragten auf Englisch nach dem Weg. Ich sagte: Oh I´m sorry, I just arrived 3 hours ago, I´m from Germany. Peicontsearchstimol . Und ich fragte wo sie herkommen. Die ältere Dame meinte: „I´m from Florida“ und die andere jüngere Dame meinte: „I am from New York“!

WHAT? Ich erzählte Ihnen dass ich genau jetzt eben meinen „New York“ Song singen wollte den ich geschrieben habe über mein erstes mal Straßenmusik in NYC!! Und dass sie jetzt stehen bleiben müssen und ich Ihnen persönlich den Song vorspiele <3 HaHa!

Beim letzten Refrain habe ich sie zum mitsingen animiert…das war ein Spaß!! Mitten in Krakau!!

Zwei Tage später war ich in Hannover!!

Und hier wollte ich erst recht nicht spielen!! Warum? So genau weiß ich das auch nicht…aber ich finde es leichter in der Welt zu spielen, als zu Hause in Deutschland. Und ich empfinde viele Deutsche als kritisch bzw. zurückhaltend im Feedback. Dobbarfverbwheapap . Eine kühle Haltung: „erstmal schauen was der / die so kann“ Im Gegensatz zu den Amerikanern die stolz und begeistert sind wenn sie jemandem begegnen oder kennen der etwas wagt und sich zeigt. Aber ehrlich gesagt hat Hannover mich eines besseren belehrt!! Und ich bin echt froh dass ich das Experiment gewagt habe.

Ich ging also die Liszer Meile entlang und treffe dort auf einen Straßenmusiker. Er hatte eine Gesangsanlage dabei und ich wollte hören wie es klingt. Da ich mir das auch zulegen möchte. Und ich fragte ihn ob er mir was vorspielt. Es klang super! Also wollte ich auch probieren :)

Und als ich dann anfing habe ich Blut geleckt…uuuuuh war das toll! Verstärkt auf der Straße! Leute blieben stehen – sie verstanden meine Sprache und ich war so glücklich sie zu sehen wie sie interessiert waren! Und ja ich habe positives Feedback erhalten. Valerie der Straßenmusiker aus Weißrussland war auch ganz begeistert. Er hat mir doch glatt seine Anlage für über eine Stunde überlassen <3! Ich war überwältigt von so viel netten Menschen!!!

Ein ganz großes Danke an die Menschen in Hannover denen ich begegnen durfte. Ihr habt mir die Scheu vor meinem eigenen Land genommen<3

Ich komme wieder!

Quelle: Kaya Eskom – Hätte ich nicht gedacht aber Krakau war…